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Hilfen zur Erziehung

Aus ihrer Historie heraus ist das Walburgisheim seit jeher eine Einrichtung, in der häufig mehrere Geschwister gleichzeitig Aufnahme finden. Aus dem Interesse heraus, diese Geschwister in einer Wohngruppe oder zumindest gemeinsam innerhalb der Einrichtung aufzunehmen, sind die Wohngruppen alters- und geschlechtsgemischt  ausgerichtet. Die Angebote in den einzelnen Hilfeformen nach §§ 27, 34, 41 und 42 SGB VIII sowie die Übergänge orientieren sich sehr stark an den Bedarfen der einzelnen Kinder und Jugendlichen.

Das Angebot umfasst insgesamt 45 heilpädagogische Plätze, 40 stationäre Plätze in den heilpädagogischen Wohngruppen für Kinder und Jugendlichen und 5 Plätze im Betreuten Wohnen. Im Rahmen des SGB VIII nimmt das Walburgisheim Kinder ab dem 4. Lebensjahr auf.  In Ausnahmefällen können bei der Aufnahme von mehreren Geschwistern gleichzeitig auch jüngere Kinder aufgenommen werden.

 

Heilpädagogische Grundhaltung

Heilpädagogisches Handeln zielt darauf ab, Entwicklungsmöglichkeiten und Ressourcen zu unterstützen, Entwicklungsprozesse von Kindern und Jugendlichen zu begleiten sowie die Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen. Beziehung zu gestalten ist die Grundvoraussetzung heilpädagogischen Handelns. Kennzeichen für eine gelingende Beziehung ist das Erleben einer emotionalen und sozialen Sicherheit im Sinne von Vertrauen, Verlässlichkeit und Selbstwirksamkeit. Ziel heilpädagogischen Handelns ist es, die Fähigkeiten des Kindes zu fördern, um seine Ich-Kompetenz (gute Beziehung zu sich selbst), seine Sozial-Kompetenz (gute Beziehung zu anderen) und seine Sach-Kompetenz zu stärken.

Unsere heilpädagogischen Wohngruppen bieten Hilfen für Kinder und Jugendliche, die aufgrund ihrer individuellen Lebenssituation starken Belastungen ausgesetzt sind. Die Hilfen umfassen sowohl die Freizeitgestaltung, das Sozialverhalten, die lebenspraktischen Fähigkeiten als auch den Schul- und Leistungsbereich. Die heilpädagogische Gruppenarbeit ist durch klare Strukturen bestimmt, die dem Kind Halt und Orientierung geben. Das Bezugserziehersystem ermöglicht und verstärkt den Aufbau tragfähiger Beziehungen. Die Erziehung und Förderung wird durch den psychologischen Fachdienst und von erlebnispädagogischen Projekten unterstützt.


Definition "Heilpädagogik" des Deutschen Berufsverbands für Soziale Arbeit e.V.

Aktuell definiert der DBSH Heilpädagogik wie folgt: „Heilpädagogik wird definiert als Theorie und Praxis der Erziehung und Förderung all jener, deren Personalisation und Sozialisation unter erschwerten Bedingungen erfolgt. Häufig wird auch von Beeinträchtigungen im körperlichen, psychischen, sozialen und geistigen Bereich gesprochen, die leichter, schwerer oder vorübergehender Art sind, und die die Persönlichkeitsentwicklung des Menschen erschweren können.“

Quelle: www.dbsh.de

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