Unsere EinrichtungenWeltKinderLachen







Die Stiftung Seraphisches Liebeswerk Altötting (SLW) besteht seit 1889.
Sie betreibt an sieben Standorten
in Bayern Einrichtungen der Kinder-
und Jugendhilfe, Kindertagesstätten, sowie fünf private, staatlich anerkannte Grund-, Haupt- und Mittelschulen, davon zwei Förderzentren für emotionale und soziale Entwicklung. [mehr…]

 

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Geschichte des Hauses

Das Waldschlößchen
Am Anfang steht das sogenannte Waldschlößchen. Um 1886 erbaut, war zehn Jahre später ein zweites Haus hinzugekommen. Es diente als Kurhotel, Sommerfrische, als Ausflugslokal und war ein beliebtes Sonntagsziel der Nürnberger Wandervögel. Wiederholt wurde es zwangsversteigert. 1921 erwarb es die Schweizer Schriftstellerin Dr. Hertzog. 1922 wurde das Ehepaar Wehrle (die Frau stammte auch aus der Schweiz) Miteigentümer. Nach wenigen Jahren wollten die Besitzer in die Schweiz zurück und alles verkaufen. Frau Hertzog wollte sich freilich noch für einige Zeit das Wohnrecht sichern. Die evangelische innere Mission hatte lebhaftes Kaufinteresse. Die Besitzer aber wollten es lieber in katholische Hände geben. Der Pfarrer von Feucht, Franz X. Schmid, ließ nichts unversucht, dafür einen katholischen Wohlfahrtsverband zu finden. Er erhoffte sich davon große Vorteile für seine eigene weit ausgedehnte Diasporagemeinde.



Am 29. November 1925 schrieb Pfarrer Schmid an den Diözezan-Caritas-Verband in Eichstätt: ,,Das sog. ,,Waldschlößchen“ in Feucht wird um Weihnachten von den Besitzern, die gut katholisch sind, verkauft; das Besitztum besteht aus:

  1. Wohnhaus (Schlößchen) mit 13 Zimmern und 1 Hotelküche und 5 große Keller; ein schöner, ansehnlicher, massiver Bau.
  2. Einem 2. Haus mit 10 Zimmern (darunter 5 große).
  3. Vorhanden sind 15 Betten mit Stühlen, Tischen, Nachttischen, Waschtischen und Schränken.
  4. Ein ganz kleines Häuschen, in dem eine Arbeitersfamilie wohnt, ferner Holzschuppen und kleiner Stall.
  5. 11 Tagwerk Boden unmittelbar an den Gebäuden (davon nur 7 Tagwerk kultiviert), dazu ein Gemüsegarten und 40 schöne Obstbäume.


Das Besitztum liegt 10 Minuten von Feucht entfernt unmittelbar am Waldessaum. Es wäre sehr geeignet für karitative Zwecke, etwa als Erholungsheim für Erwachsene oder Kinder (besonders für tuberkulosegefährdete), vielleicht auch als Erholungsheim für eine klösterliche Genossenschaft. Augenblicklich hat der evangelische Verein für innere Mission das Besitztum (nur die Gebäude) gepachtet als Kinder-Erholungsheim (30-40 Kinder). An Neujahr ist die Pachtzeit zu Ende. Die innere Mission wird sich auch sehr bemühen, das Besitztum käuflich zu erwerben. Die Besitzer werden aber als überzeugte Katholiken die Sache viel lieber kath. Zwecken zuführen wollen. Als Kaufpreis verlangen sie 65,000 M, wovon jedoch nur ein Teil bar (etwa 20,000 M) baldmöglichst ausbezahlt werden brauchte.

Der Karitas-Verband Nürnberg hatte großes Interesse an der Sache, aber wegen eines anderen augenblicklichen großen Planes in Nürnberg selbst, wird er den Kauf nicht riskieren können. Würde die Sache in kath. Hände kommen, so hätte sicher auch die Karitas und die Seelsorge in Feucht selbst hiervon großen Nutzen. Ich mochte darum an den Diözesan- Karitas-Verband Eichstätt die dringende Bitte richten, ob er nicht vielleicht Schritte tun könnte, um recht bald irgendeine karitative Vereinigung oder religiöse Genossenschaft als Käufer ausfindig zu machen, oder wenigstens mir Adressen angeben könnte, an die ich mich in dieser drängenden Sache wenden könnte.“


Das Walburgisheim 1950
Das Walburgisheim blieb trotz der Umbauten bald nach dem Erwerb des Waldschlößchens doch mehr ein Provisorium, in dem sich schließlich 3 Gruppen eingerichtet hatten. Aber es herrschte anscheinend keine volle Zufriedenheit. So steht im Protokoll der Vorstandssitzung des SLW am 3. März 1950: „Der geplante Anbau an das Walburgisheim in Feucht muß aus finanziellen Gründen zurückgestellt werden.“ Und am 24. September 1951 heißt es: „In Feucht wird nächstes Frühjahr ein kleiner Anbau ans Kinderheim nicht mehr zu umgehen sein wegen der herrschenden Raumnot und aus hygienischen und sanitären Gründen.“

Am 16. November 1951: „In Feucht darf ein kleiner Kinderhaus-Anbau vorbereitet werden, wenn das beantragte Soforthilfe-Darlehen und die noch notwendigen Zuschüsse von privater Seite gesichert sind.“

Im Protokoll der Sitzung des Vorstandes vom 11.3.1952 steht: „Vom Walburgisheim Feucht liegt der Vorstandschaft ein Plan über den auf die Dauer nicht zu umgehenden Kinderhauserweiterungsbau vor. Die Baukosten allein sind auf DM 120 000,- veranschlagt. Zusätzlich Inneneinrichtung käme das Bauvorhaben voraussichtlich auf ca. DM 180 000,-. Trotz der anerkannten Notwendigkeit kann die Ausführung erst in Angriff genommen werden, wenn es gelingt, Zuschüsse in beträchtlicher Höhe zu erreichen.“

Doch schon von der Sitzung am 29. Mai 1952 lesen wir: „Für Feucht steht zur Frage, ob nicht doch der schon oft beratene und bisher immer wieder zurückgestellte Kinderhauserweiterungsbau noch in diesem Jahr in Angriff genommen werden soll.“ Der Grund: „Architekt Gruhl von Feucht befürchtet, daß im nächsten Jahr das private Bauen noch teurer und schwieriger wird; er rät dringend, noch dieses Jahr den Bau zu beginnen und wenigstens den Rohbau aufzuführen.“ „Die Vorstandschaft genehmigt einstimmig den Bau, von dem im Jahr 1952 vorerst der Rohbau erstellt werden soll.“

 

So zeigt sich der Neubau des Walburgisheimes von 1952/53 von der Vorderfront und von der Rückseite. Dieser nach aussen durchaus ansprechende Bau wurde nach Fertigstellung des neuen Kinderdorfes abgetragen. Auf dem freigewordenen Gelände entstand eine schöne Grünanlage.


Am 2. Oktober 1952 berichtet Präses P. Altmann dem Vorstand von der Hebefeier des Erweiterungsbaues in Feucht: „Der Bau scheint soweit gut gelungen zu sein.“ Für heuer ist noch geplant die gesamte Installation für Licht, Heizung und sanitäre Anlagen.
Nächstes Jahr will man den Neubau vollenden und an den Umbau des alten Kinderheimes herangehen.
Im Protokoll vom 31. Juli 1953 lesen wir abschließend: „Präses P. Altmann referiert über die gelungenen Einweihungsfeierlichkeiten in Feucht am 26.7.1953. Das Walburgisheim ist ein modernes, schönes und doch schlichtes Heim geworden, über das wir uns freuen dürfen.“
Nun hatte man auch genügend Platz für 3 Kindergruppen.

 



Kinderdorf Walburgisheim
„Anfang der 1990er Jahre wurde im Walburgisheim immer deutlicher, dass mit dem bestehenden Heimgebäude ein zeitgemäßes pädagogisches Arbeiten nicht mehr gut möglich war. Um auf die immer schwierigeren Bedürfnisse der Kinder eingehen zu können, brauchte man kleinere Gruppen und eine familiärere Atmosphäre, die im großen Heimgebäude kaum zu erzielen war. So entschied sich die Leitung des Walburgisheimes damals für einen großen Schritt: weg vom „Massenbetrieb“ hin zu familienähnlichen Betreuungsformen. Dies war nur mit einem kompletten Neubau möglich. So plante man einzelne Häuser, in denen überschaubare Gruppen mit ihren Erzieherinnen leben konnten. Vier Wohngruppen lebten so gemeinsam auf dem weiträumigen Areal des Walburgisheims.

 

Aus heutiger Sicht war dies zwar ein mutiger und großer, aber auch richtiger und zukunftsweisender Schritt. Bis heute leben ungefähr 40 Kinder und Jugendliche in den Häusern des Kinderdorfes.“


Kindertagesstätte im Walburgisheim
Im Jahr 2011 entschloss sich das Seraphische Liebeswerk, das Angebot im Walburgisheim um eine Kindertagesstätte zu erweitern, weil die Marktgemeinde Feucht dringend Betreuungsplätze für ihre Kinder suchte.



Im September 2011 öffnete, zunächst provisorisch im Saal des Walburgisheims, eine Hortgruppe mit 25 Schulkindern. Im Januar 2012 begann die Betreuung von Kleinkindern in einer Krippengruppe, die zunächst im Schlösschen untergebracht war.
Im Winter 2012/13 zog die Hortgruppe in ihre Haus ein.

 

2013/14 wurde an das Schlösschen die viergruppige Kinderkrippe angebaut, die bis dahin in den Containern auf dem Nachbargrundstück untergebracht war.
Die Container wurden durch unsere größer werdenden Kinder lückenlos weitergenutzt. Der Kindergarten gründete sich im September 2014.
Das Jahr 2015 stand unter dem Zeichen der Renovierung des Schwesternhauses, in dem der Kindergarten seit Anfang 2016 untergebracht ist.


 

2015 – Das Flüchtlingsjahr
Das Walburgisheim stellte sich bereits Ende 2014 den Herausforderungen der großen Flüchtlingsströme, mit denen auch sehr viele unbegleitete Minderjährige nach Deutschland kamen.

 

Mitte Dezember eröffneten wir eine heilpädagogische Wohngruppe für umF als Außenwohngruppe in Leerstetten. Seit 2015 werden darüber hinaus immer wieder einzelne umF in den heilpädagogischen Wohngruppen in Feucht aufgenommen.












Walburgisheim Feucht
Walburgisweg 35
90537 Feucht

Tel 09128 / 9 11 69 - 0
Fax 09128 / 9 11 69 - 99
info@walburgisheim-feucht.de



Unsere Projekte in 2017
Erneuerung der Gruppenküchen und Dachsanierung

Auch in 2017 hoffen wir auf Unterstützung für unsere Projekte!

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Das Walburgisheim Feucht
ist bei Schulengel registriert. »weiterlesen